Die Herausforderung: Ein Staat im Griff der Papierbürokratie
Das Personenstandswesen, von Geburten über Eheschließungen bis hin zu Sterbefällen, ist die fundamentale Datengrundlage eines jeden Staates. Vor der Einführung des EAK war dieses Registerwesen dezentralisiert, papierbasiert und in den einzelnen Kommunen fragmentiert. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutete dies bei Lebensereignissen oft lange Wartezeiten, Behördengänge am Geburtsort und postalische Urkundenanforderungen.
Für den Staat führte diese Zersplitterung zu einem immensen manuellen Synchronisationsaufwand und erhöhten Risiken der Dateninkonsistenz. Das Ziel des EAK-Projekts war die Schaffung eines einzigen, zentralen und hochsicheren digitalen Registers für das gesamte Land.
Die Transformation: Die Entstehung einer stets verfügbaren Register-Architektur
Das System konsolidiert alle Daten in einem nationalen Register über das geschützte Regierungsnetzwerk.
Zentralisiertes Identitätsmanagement
Das System protokolliert alle Datenbankänderungen über Hibernate Envers zur lückenlosen Nachverfolgbarkeit.
Prozesssteuerung auf Enterprise-Niveau
Komplexe Abläufe (z. B. Inlandsbeurkundungen) werden über die Workflow-Engine JBoss jBPM standardisiert gesteuert.
Schnittstellen und Interoperabilität
Die Anbindung an externe Register (staatliches Steueramt, Zentrales Statistikamt) erfolgt vollautomatisch über den zentralen Regierungsservicebus mittels REST API/JSON und Apache CXF (SOAP).